Corona – allgemeine Informationen

Die Corona Erkrankung „COVID 19“ (CO– Corona, VI-Virus, D-Disease (engl. Erkrankung) 19– 2019 Ausbruch in China) ist eine virale Infektionserkrankung pandemischen Ausmaßes. Von einer Pandemie spricht man, wenn die ganze Welt von der Erkrankung betroffen ist, das heißt kontinentübergreifend. Augenblicklich kommt es in Europa zu ständig wachsenden Erkrankungszahlen, die in der Bevölkerung Angst und Schrecken verbreiten.

Die Erkrankung ist prinzipiell „ Grippe“ ähnlich und beginnt meistens mit einer Erkrankung der oberen Atemwege. Die Infektion erfolgt in der Regel durch Tröpcheninfektion, das heißt in erster Linie beim Husten und Niesen, aber auch eine Schmierinfektion durch Händedruck ist möglich. Die Inkubationszeit beträgt 2-14 Tage, das ist der Zeitpunkt von der Infektion des Patienten bis zum Ausbruch der Erkrankung. Die durchschnittliche Inkubationszeit liegt bei 5 Tagen.

Es gibt derzeit 3 verschiedene klinische Manifestationen der Erkrankung: 1.eine milde Erkrankung der oberen Atemwege, 2.eine milde Erkrankung der unteren Atemwege, gekennzeichnet durch eine milde Pneumonie (= Lungenentzündung) und 3. eine schwere Erkrankung der unteren Atemwege, gekennzeichnet durch eine schwere Lungenentzündung, ein akutes Lungenversagen und Sepsis („schwere Blutvergiftung“). Vor allem die letztgenannte Verlaufsform führt zu hohen Todesraten vor allem bei Menschen, die älter als 70 Jahre sind und die bereits Vorerkrankungen haben. Die häufigste Komorbidität ist die Adipositas (Fettleibigkeit), aber natürlich spielen metabolische Erkrankungen, wie die Blutzuckerkrankheit, erhöhter Blutdruck, Lungen- und Herzerkranken eine Rolle bei der Morbidität der Corona- Erkrankung.

Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Auffallend ist, dass die schweren Verläufe nahezu ausschließlich alte Menschen betreffen, während Kinder und Jugendliche meist nur milde Verläufe vorweisen.

Aus diesem Grund sollten alte Menschen die nächsten Wochen die eigenen 4 Wände, wenn nur irgendwie möglich- nicht verlassen.

Vorsicht ist geboten, wenn zu dem Atemwegsinfekt bei nachgewiesenem Virus eine Atemnot hinzukommt.

Bei Laboruntersuchungen zeigt sich bei Betroffenen eine Verminderung der weißen Blutkörper (Leukopenie), ein deutlich erhöhter Entzündungswert (CRP) , sowie ein Anstieg der Leberwerte und Blutzuckerentgleisung.

Im Falle eines respiratorischen Infektes mit Atemnot und Corona Verdacht, rufen Sie bei uns an, aber bitte kommen Sie nicht in die Ordination.

Wir werden einen Termin zum Nasen-Rachenabstrich für sie veranlassen!

Es wird in absehbarer Zeit ein Arzt kommen und einen Nasen-Rachenabstrich bei ihnen durchführen. Bei schwereren Verläufen ist eine Spitalseinweisung unumgänglich. Bei Corona Verdacht bleiben Sie also bitte zu Hause und suchen sie keine Arztpraxis auf- der Arzt kommt zu Ihnen!

Laut dem gestrigen Stand meines Wissens ist die Anzahl der Corona Erkrankten in Urfahr -Umgebung auf 57 Personen angestiegen. 3 von mir durchgeführte Tests am Freitag (13.3.2020) in Vorderweißenbach blieben glücklicherweise negativ.

Zum Tragen von Schutzmasken:

Laut Gesundheitsministerium gibt es vor allem zwei Fälle, in denen das Tragen einer Schutzmaske sinnvoll ist. Dringend notwendig ist es vor allem beim medizinischen Personal „im Sinne des Arbeitsschutzes“, wie es auf der Homepage des Ministeriums heißt. Um mit infizierten Patienten arbeiten zu können, ohne sich selbst anzustecken, braucht das Personal FFP-Masken – ansonsten könnte eine medizinische Versorgung in den Krankenhäusern schwierig werden.

Der zweite Fall tritt ein, wenn sich eine erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss. Dann könne das Tragen einer Maske zwar die Ansteckung anderer nicht vollständig verhindern. Es könne jedoch die Ansteckungsgefahr minimieren, da infektiöse Tröpfchen beim Husten oder Niesen von der Maske etwas abgefangen werden. Dafür ist es wichtig, dass der Mundschutz möglichst fest sitzt und bei Durchfeuchtung gewechselt wird.

Das Gesundheitsministerium und die Weltgesundheitsorganisation raten allerdings von dem Tragen eines Mundschutzes ab, wenn jemand nicht erkrankt ist. Denn erstens schütze das nicht vor einer Ansteckung mit Viren, und zweitens entstehe durch das Tragen ein falsches Sicherheitsgefühl. So laufe der Träger Gefahr, die wichtigen Hygienemaßnahmen wie etwa Händewaschen zu vergessen.

Unterschiede (kann als Orientierung helfen, ersetzt keine genaue Abklärung!)

  Coronavirus Erkältung Grippe
Fieber häufig selten häufig
Müdigkeit manchmal manchmal häufig
Husten häufig (trocken) wenig häufig (trocken)
Niesen nein häufig nein
Gliederschmerzen manchmal häufig häufig
Schnupfen selten häufig manchmal
Halsschmerzen manchmal häufig manchmal
Kopfschmerzen manchmal selten häufig
Kurzatmigkeit manchmal nein nein

Quelle: WHO; CDZ; SZ; ZiB, Österreichisches Rotes Kreuz